Was ist Ihrer Meinung nach die angenehmste Art zu Reisen? Mit 200 Sachen im Auto auf der Autobahn - mit Schweißnassen Händen am Lenkrad geklammert - jede Sekunde angespannt und mit permanent erhöhtem Adrenalinspiegel?
Meine persönliche angenehmste Reise war 1990 eine Fahrt „in die neuen Länder“ - nach Leipzig von Fürth mit der Bahn im Schlafwagen. Die Bahnverbindung damals war schlecht und der Zug war knapp acht Stunden unterwegs. Aber das war kein Grund zu meckern, schließlich war das genau die richtige Zeit für einen erholsamen Eisenbahnschlaf. Es gibt nichts Angenehmeres als auf einer klapprigen Bahnstrecke beim Einschlafen hin- und hergeschaukelt zu werden - bis einem dann irgendwann ein freundlicher Schaffner darauf aufmerksam macht, dass man in wenigen Minuten am Ziel angekommen ist. Genossene und gewonnene Reisezeit!
Aber so nostalgische Bahnfahrten gibt es mittlerweile wohl nicht mehr in Deutschland. Wer jedoch mit dem Auto unterwegs ist und dennoch stressfrei reisen möchte, dem empfehlen wir mal einen Blick auf die Autozug-Angebote der Bahn. Leider ist dieses Angebot nicht billig und leider sind auch die möglichen Streckenverbindungen sehr exotisch. Kurz zusammengefasst: Man kann von Hamburg-Altona, Berlin-Wannsee, Hildesheim, Düsseldorf oder Neu Isenburg Richtung Süden nach München-Ost, Salzburg, Villach, Innsbruck, Bozen, Verona, Allesandria, Avignon oder Narbonne mit dem Autozug fahren.
Das Beste dabei ist sicherlich die Übernachtungsmöglichkeit im Schlafwagen. Wer also einen Tag Zeit gewinnen möchte - auf seinem Weg nach Süden, der soll sich mal das Autozugangebot der Bahn ansehen: www.dbautozug.de